Titelbild für das 3. Miniprojekt "Observe"
3. Miniprojekt: OBSERVE
(KW 20+21)

Zu Beginn dieses Miniprojekts veranstaltete das Münchner Stadtmuseum ein Social-Media-Event zu ihrer Sonderausstellung „Offsecrets – Bilder der Überwachung“. Ungefähr 20 Personen verfassten während der Führung Instagram-Posts und Tweets. Dabei haben sich die Teilnehmer gegenseitig fotografiert und einander dokumentiert. Die geteilten Beiträge zeigen, was sie wann, wo gemacht haben und was ihre Meinungen zu den verschiedenen Ausstellungsstücken waren. Damit bietet dieses Event eine neue Perspektive der digitalen Selbstüberwachung durch soziale Medien. 

Die auf Instagram online gestellten Beiträge waren Ausgangsmaterial für die Plakatserie. 

In der Neukonzeption der Ausstellung können die Besucher ebenfalls diese und weitere Formen der Überwachung am eigenen Leib erfahren. Zudem wird ihnen vor Augen geführt, in welchem Ausmaß ihre personenbezogenen Daten gesammelt werden. 
Sammlung an Instagrambildern, die unter dem Hashtag #offsecrets erschienen sind
Screenshots von Bildern die auf Instagram unter dem Hashtag #offsecrets erschienen sind

Plakate
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Drei Plakatentwürfe zum Thema moderne Überwachung im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs
Für die Plakatentwürfe zur Sonderausstellung wurden alle auf Instagram geteilten Beiträge, mit dem Hashtag #offsecrets  gesammelt und in die drei Informationsebenenen (Fotos, Hashtags, Textebene) unterteilt.

Diese Serie greift die moderne Überwachung auf und thematisiert sie. Den Besuchern und vor allem den Eventteilnehmern soll so die unkontrollierbare und willkürliche Natur der Social-Media-Posts vor Augen geführt werden. Trotzdem sind diese Beiträge gleichzeitig die beste Werbung für die Ausstellung. Die Hashtags geben stichpunktartig wieder, welche Themen behandelt werden, die Texte liefern nähere Informationen und die Fotos zeigen erste Ausschnitte der Ausstellung.​

ausstellungskonzept
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Ausgangspunkt für das Konzept der Ausstellung war die Überlegung die Besuchern die moderne Überwachung am eigenen Leib erfahren zu lassen. Dafür werden hier modernste Techniken eingesetzt und die Besucher werden nur Schrittweise über deren Einsatz aufgeklärt. Von einem KI-basierten System werden zum Schluss die gesammelten Informationen zusammengeführt, ausgewertet und dem Besucher zur Verfügung gestellt. 

Ziel ist es, die Besucher mit der Fülle an (heimlich) gesammelten Daten zu schockieren und sie für einen bewussteren Umgang mit neuen Techniken und ihren persönlichen Daten zu sensibilisieren.





© Katharina Buchhauser, 2017

In Zusammenarbeit mit Moby Digg
Dank an Xuyen Dam und Herburg Weiland



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