Titelbild für das 1. Miniprojekt "Dream"
1. Miniprojekt: DREAM
(KW 16+17)

Für das erste Miniprojekt wurde die Visualisierungssoftware GOOGLE DEEP DREAM im Zusammenhang mit der Dauerausstellung des Lenbachhauses verwendet.

GOOGLE DEEP DREAM ist ein KI-basierter Algorithmus der in Bildern vorhandene Muster selbstständig interpretieren und verstärken kann und damit neue Eindrücke schafft. Er erkennt Muster, wo keine existieren, abstrahiert und überinterpretiert diese. Die Ergebnisse sind teilweise verstörende, psychedelisch anmutende Bilder.

Im Rahmen des Projekts wurde der Frage nachgegangen, ob KI zu eigenständigen kreativen Leistungen in der Lage sind oder ob das Privileg der Kreativität einzig und allein dem Menschen vorbehalten bleibt. GOOGLE DEEP DREAM hat dieser Frage neue Aktualität verliehen und (vielleicht) den Weg zu künstlicher Kreativität geebnet. Der Algorithmus könnte die Sicht auf bekannte Kunstwerke verändern, eine neue Perspektive gewähren und unter Umständen unsere eigene Kreativität anregen.
Dieses Miniprojekt möchte der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit bieten, sich mit dieser Fragestellung auseinanderzusetzen. 
plakate
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3 Plakatentwürfe im Untergeschoss des Münchner Hauptbahnhofs
Die Plakatentwürfe basieren auf ausgewählten Kunstwerken des Lenbachhauses, die mehrmals mit Google Deep Dream verändert wurden. Um geeignete Resultate zu erhalten, wurde die Arbeitsweise des Algorithmus im Vorfeld bestmöglich analysiert. 

Die Plakate sollen auf eine fiktive Sonderaktion im Lenbachhaus aufmerksam machen, in der Besucher mit Hilfe von VR-Brillen die Kunstwerke durch die Augen einer KI erleben. Die Motive spiegeln dabei einige der vielen möglichen Eindrücke wieder, die Besucher erleben können.
ausstellungskonzept
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Comic der die Benutzung einer VR-Brille im Lenbachhaus erklärt
In diesem Ausstellungskonzept wird allen Besuchern einer VR-Brille, sowie eine Fernbedienung ausgehändigt. Damit können sie sich frei durch die Ausstellung bewegen und vor jedem Kunstwerk aus verschiedenen Aktionen wählen. So kann sich jeder Besucher mit GOOGLE DEEP DREAM eine eigene Perspektive auf die Kunstwerke schaffen – entweder per Zufallsgenerator oder auf Basis individueller Einstellungen. Zusätzlich haben die Besucher die Möglichkeit, zusätzliche Informationen über das Werk zu erhalten – direkt vom Künstler, der virtuell eingeblendet werden kann.

Ziel dieser Sonderaktion ist es, den Besuchern einerseits ein neues Kunsterlebnis zu bieten und anderseits ihnen ein besseres Verständnis für die Anwendungsmöglichkeiten von KI im Kontext von Kunst zu vermitteln.  Besucher sollen so langsam an den Umgang mit KIs im Allgemeinen und im Besonderen im Museumsbereich herangeführt werden.
© Katharina Buchhauser, 2017

In Zusammenarbeit mit Moby Digg
Dank an Xuyen Dam 

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